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Windstrom statt Atomstrom – warum die Rechnung nicht aufgeht
Heike Hoch

Befürworter von weiteren Windkraftanlagen argumentieren damit, dass Windstrom nötig ist, um den Strom aus Atomkraftwerken zu ersetzen. Wir Penzliner müssten unseren Beitrag zur Energiewende leisten.

Richtig - und Penzlin leistet schon einen großen Beitrag. Mit 5 Windrädern, 2 Biogasanlagen und vielen Solaranlagen auf den Dächern von Bürgern und Unternehmen produzieren wir 43%  unseres Bedarfes an Strom aus regenerativen Quellen. (Quelle: EngergyMap.info, Daten aus 2011)  Wir erfüllen damit die Vorgaben für das Jahr 2020! Dabei sind  etliche Anlagen noch nicht voll in der Kalkulation, weil sie 2011 erst ans Netz gingen.  Weitere Windräder sind hier also nicht nötig, um die hochgesteckten Ziele der Energiewende zu erreichen.

Auch sind Windräder rein technisch gesehen nicht in der Lage grundlastfähigen Strom beispielsweise aus Atom-oder Kohlekraftwerken prinzipiell zu ersetzen. Man kann sich zwar damit brüsten, dass die installierte Leistung einer bestimmten Zahl Windräder der Leistung von 1, 2 oder mehr Atomkraftwerken entspricht, aber das ist reine Theorie.
Es gibt Tage in Deutschland, da liefern die Windräder nur 1% der installierten Leistung. Dann sind grundlastfähige Kraftwerke gefragt oder wir müssen den Strom teuer an der Strombörse einkaufen. An anderen Tagen werden riesige Mengen an Windstrom produziert, die dann an der Strombörse fast verschenkt werden müssen.
(Das Deutsche Stromnetz läuft über FAZ 10.01.2013)  Technisch praktikable und finanzierbare Speicherlösungen für die  gewaltigen Strommengen gibt es auf absehbare Zeit nicht. (Ulrich Wagner, Vorstand Energie vom Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt in der Stuttgarter Zeitung vom 09.03.13)

Ein Mitarbeiter von E,ON edis dazu im Nordkurier vom 16.04.13 Seite 3:“ Wir hätten nie gedacht, dass wir nicht nur Stromversorger sondern auch -entsorger werden“ Derzeit liegt das Angebot an Strom aus Wind, Sonne und Biogas das Dreifache über den Bedarf im Nordosten.

Der sonst so gelobte „Freie Markt“ von Angebot und Nachfrage hätte das Windradunwesen schon längst in seine Schranken verwiesen, wenn man nicht uns Bürger per Gesetz dazu verpflichtet hätte, die Gewinne für 20 Jahre mit einem Aufschlag auf unsere Strompreise zu garantieren. (VEB- Energiewende Spiegel 15/2012)

Penzlin braucht keinen weiteren Windradstrom, der teuer produziert und teuer entsorgt werden muss, für die Energiewende. Eine Energiewende die nötig ist, aber zu einem Schlagwort degradiert worden ist, die unkoordiniert abläuft und schlecht organisiert wird. Die Folgen dieser Fehlpolitik werden noch die Generationen nach uns zu tragen haben.

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