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Für die von  der beabsichtigten Erweiterung oder Neuausweisung von Windeignungsgebieten betroffenen Bürger und Gemeinden in MSE wird hier noch mal das Angebot veröffentlicht, das Investoren und Landeigentümern der Stadt Penzlin gemacht haben, um unseren gültigen B-Plan zu kippen für den Bau von weiteren Windrädern. Dieses Angebot lag jedem Stadtvertreter schriftlich vor.
Leider konnten die Anbieter zum Schluss keine belastbaren Zahlen in entsprechenden  Größenordnungen ( 100.000 -300.000 € pro Jahr wurden in Aussicht gestellt) vorweisen, so dass sich die Stadtvertreter gegen eine Änderung des B-Planes entschieden. Jetzt wird versucht, über eine Erweiterung des ursprünglichen Eignungsgebietes trotzdem zum Ziel zu kommen.

Mit einem Klick können hier noch zwei Gesellschafterberichte von Bürgerwindparks eingesehen werden (auf Wunsch des Beteiligten ohne Namen)

Beiratsbericht Bürgerwindpark                              Gesellschafterinformation

Die Auswertung von 1150 Jahresabschlüssen von über 170 kommerziellen Windparks durch  Werner Dalldorf, Steuerberater und Vorstandsvorsitzender im Anlegerbeirat des Bundesverbandes Windenergie hat ergeben, dass die Geschäfte bei rund der Hälfte  dieser Windparkgesellschaften so schlecht laufen, dass die Anleger froh sein können, wenn sie nach 20 Jahren ihr Kapital zurück bekommen. Im Schnitt haben die Anleger pro Jahr Ausschüttungen in Höhe von 2,5% erhalten.  Statt 60-80% in 10 Jahren, wie von den Prospekten versprochen, sind es also nur 25%  –wenn sie Glück haben und nicht zu denen gehören, die noch weniger  oder gleich gar nichts bekommen. Ursachen gibt es viele dafür, neben abenteuerlichen Finanzierungsmodellen, unausgereifte und störanfällige Technik , undurchschaubare Gebühren und Provisionen für zahlreiche mitverdienende Unternehmen und Prognosen für Stromerträge, die weit daneben liegen. Mit weitreichenden Folgen: Weicht  die prognostizierte Windgeschwindigkeit um 10% ab, schrumpft die Stromausbeute um knapp 30%. Die letzten in der Wertschöpfungskette gehen dann natürlich leer aus. Diese Position ganz hinten werden gerade von einigen Gemeinden bei uns diskutiert, um aus klammen Kassen einen Überfluss zu machen. Die Chancen, dass das gut geht, sind relativ gering. Was dann bleibt, ist ein Trümmerfeld: zahlreiche Windräder in der einst so schönen Landschaft, eine böse zerstrittene Gemeinde , ein noch grösserer Schuldenberg und klimabilanzmäßig können wir uns dann auch nichts gut schreiben.
Quelle: Spiegel  5/2014
Berichte von Betreibergesellschaften Gesellschafterinfo
Angebot, welches den Stadtvertretern von Penzlin gemacht wurde um den gültigen B-Plan zu kippen


Penzlin
den 1. Juni 2013





Sehr geehrter Herr Bürgermeister Flechner,
sehr geehrte Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter,

die Evangelisch – Lutherische Kirchengemeinde Penzlin – Groß Lukow und Herr Kohn, Penzliner Landwirt, haben Flächen an zwei Windenergiefirmen verpachtet. Es handelt sich um die Firmen NOTUS und VENTOTEC, welche das Ziel verfolgen, nördlich der Stadt Penzlin sechs Windenergieanlagen zu projektieren.

Parallel zur Diskussion, die die Landesregierung führt, wollen die beiden Landeigentümer, also Kirche und Landwirt Kohn, auch in Penzlin eine umfassende Beteiligung der Stadt, der Kirche und der Bürgerinnen und Bürger anstreben. Es soll anders als bisher in Zukunft darum gehen, wirtschaftliche Erträge aus dem Betrieb der Windkraftwerke in der Region zu belassen, damit die Bürgerinnen und Bürger hiervon unmittelbar einen Vorteil erhalten.

Der Evangelisch – Lutherische Kirchenkreis Mecklenburg hat beschlossen, in Zukunft selber die kirchlichen Flächen zu bewirtschaften, die für die Energieerzeugung geeignet sind. Auf diese Weise will die Kirche sowohl einen eigenen Beitrag zum Klimaschutz als auch einen eigenen Beitrag zur Unterstützung der regionalen Wertschöpfungskreisläufe leisten. In Penzlin beabsichtigt die Kirche, von den beiden Windkraftwerken mindestens eines selbst zu bewirtschaften.

Die Unterzeichner bieten der Stadt Penzlin an, ebenso zwei Windkraftwerke selbst zu bewirtschaften, so dass von den sechs geplanten Standorten drei von Privaten betrieben werden und drei von öffentlich – rechtlichen Trägern (Kirche und Stadt). Auf diese Weise wird der Stadt Penzlin angeboten, bei der Realisierung der Energiewende Deutschland, die die Regionalisierung der Energieerzeugung zur Folge hat, selbst ein eigenes wirtschaftliches Standbein aufzubauen. Ein Teil der Erträge fließt somit nicht mehr an Dritte ab, sondern verbleibt in der Stadt Penzlin. Außerdem könnte auf diese Weise den Energiekunden in Penzlin zukünftig ein günstiger Ökostromtarif angeboten werden, wodurch sie einen weiteren Vorteil aus der Energiewende ziehen können.

Hinzu kommt, dass aus dem Kreis der Unterzeichner in einem konstruktiven Gespräch mit dem Bürgermeister, Herrn Flechner, die Anregung entstanden ist, eine Bürgerstiftung Penzlin zu gründen. Mit einer Bürgerstiftung konnten bereits in anderen Kommunen unseres Bundeslandes Mecklenburg – Vorpommern gute Erfahrungen gesammelt werden, wenn es darum ging, in Zeiten knapper öffentlicher Kassen freiwilligen Stiftern für kulturelle Zwecke oder etwa Projekte für verschiedene Generationen einen Rahmen für ihre örtliche Verantwortungsbereitschaft zu geben. Die Kirchengemeinde und Herr Landwirt Kohn wären bereit, eine solche Stiftung in der Stadt Penzlin mit aufbauen zu helfen.


Sehr geehrte Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter,

sollten Sie an der o.g. wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Penzlin Interesse haben, die durch die Energiewende Deutschland jetzt möglich wird, dann bieten wir Ihnen unsere Zusammenarbeit an. Die beiden Firmen NOTUS und VENTOTEC werden in den nächsten Wochen die Projektentwicklung so weit abschließen können, dass für die Kirche und für die Stadt die konkrete Planung eigener energiewirtschaftlicher Betriebe begonnen werden kann.

Im Rahmen bisheriger Erfahrungen ist es möglich, im Jahr 2014 den Betrieb des neuen Windparks nördlich vor Penzlin zu eröffnen. Nach Einschätzung der Unterzeichner wird die Energiewende für viele Jahre die einzige Chance sein, um in den Städten und Gemeinden in  Mecklenburg – Vorpommern spürbare Impulse für eine eigene wirtschaftliche Entwicklung zu setzen. Dabei könnte die Stadt Penzlin auf konkrete positive Erfahrungen zurück greifen, die bereits in anderen Kommunen unseres Bundeslandes gemacht werden konnten.

Wir bieten ihnen als einen ersten Schritt an, in dem für diese Fragen zuständigen Ausschuss der Stadtvertretung die Einzelheiten des Windparkprojektes vorzulegen und mit Ihnen die wirtschaftlichen Vorteile für die Stadt Penzlin zu erörtern.



Mit freundlichen Grüßen





gez. Kohn                          gez. Reincke                                     gez. Dr. Timm
Landwirt                Ev. - Luth. Kirchengemeinde         Ev. - Luth. Kirchenkreis Mecklenburg
                                Penzlin – Groß Lukow



gez. Schröder                             gez. Martitz
NOTUS Energy                             VentoTec